Schröpfen
Schon seit Jahrtausenden wird das Schröpfen, engl. cupping, weltweit in verschiedenen Kulturen eingesetzt. Es wird zwischen dem trockenen Schröpfen, dem blutigen Schröpfen und der Schröpfkopfmassage unterschieden. (Das blutige Schröpfen biete ich nicht an). Vor dem Schröpfen macht es Sinn, das Gewebe mithilfe einer Massage zu lockern und zu erwärmen. Danach wird das Schröpfglas auf die zuvor eingeölte Haut, mit einem Unterdruck aufgesetzt. Nach 30-40 Minuten werden die Gläser wieder entfernet und das behandelte Hautareal nochmals kurz massiert. Zum Abschluss kann zur Verstärkung der Behandlung noch eine Moxibustion (Moxa = Beifusskraut) angewendet werden.
Schröpfen ist ein bewährtes Heilverfahren. Richtig angewandt lockert es das Gewebe, löst Verspannungen der Muskulatur, wirkt schmerzlindernd, reguliert und stärkt das Immunsystem und regt zusätzlich den Blut- und Lymphfluss an. Darüber hinaus ist Schröpfen auch eine Reiztherapie, bei der man sich das Prinzip der Reflexzonen (Haut- Organ- Reflexbogen) zu Nutze macht. Verschiedene Hautbereiche am Rücken, sogenannte Head-Zonen, sind über die Nervenbahnen mit bestimmten inneren Organen verbunden. Aufgrund dieser Nervenverbindungen können Störungen eines inneren Organs Schmerzen oder krankhafte Veränderungen, wie zum Beispiel Überempfindlichkeit in dem zugehörigen Hautareal und dem darunter liegenden Bindegewebe auslösen. Umgekehrt kann auch über die Behandlung der Haut, zum Beispiel mit dem Schröpfglas, das dazugehörige Organ positiv beeinflusst werden.
Schröpfen wird vor allem eingesetzt bei:
• Schmerzhaften Störungen des Bewegungsapparates wie zum Beispiel
akuten und chronischen Rückenschmerzen
• Muskelverspannungen oder Schmerzen im Schulter- und Nackenbereich
• Verklebte Faszien
• Zur Narbenbehandlung
• Cellulite
• Migräne und Kopfschmerzen, Depression und Wetterfühligkeit
• Immunschwäche, Müdigkeit und allgemeiner SchwächeOrganschwäche und Organbeschwerden wie Verdauungsprobleme, Beschwerden der ableitenden Harnwege und Herz- Kreislauf- Erkrankungen
• Atemwegserkrankungen wie zum Beispiel chronische Bronchitis oder Asthma bronchiale
Organische Veränderungen können durch das Schröpfen zwar nicht geheilt, jedoch positiv beeinflusst werden.
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